Alkoholfrei leben mit Bier, Prosecco und Caipirinha

Tag 5 #fasten ohne Bier und Wein.

Wie bitte? Erst der fünfte Tag? Falsch und richtig. Ja, der fünfte aber nicht erst, sondern schon. Eigentlich könnte ich jetzt aufhören zu schreiben, eigentlich auch wieder mit Wein und so anfangen, denn der gewünschte Effekt ist bereits jetzt eingetreten. Der Impuls und das Verlangen nach diesen Getränken oder sonst dergleichen zu mir nehmen zu wollen, ist faktisch nicht mehr da. So fühlt sich das definitiv nach 40 Tagen an. Aber dass das jetzt schon der Fall ist, finde ich beruhigend und gut.

Aber so schnell lasse ich mich selbst nicht aus der Haftung. Wo kämen wir dahin, wenn das Thema Verzicht jetzt schon beendet wär. Es stehen weitere Herausforderungen an. Beispielsweise: “Lass uns doch mal auf ein Bierchen treffen.” Denn das könnte sich ja wie bei einem Raucher anfühlen, der sich das Rauchen gerade abgewöhnt, zum ersten Mal wieder mit rauchenden Freunden trifft. Dann also bewusst alkoholfrei und sich mit zunehmender Dauer das immer dämlichere Geschwätz der Gegenüber anhören.

Eine solche Situation hatte ich mal vor zwei Jahren. Er drei Weizen. Ich drei alkoholfreie Weizen. Bei ihm begann irgendwann die Klorennerei, ich musste nur einmal. Erstaunliche Erkenntnis mit hohem Sitzfleischfaktor.

Und dennoch stelle ich mir die Frage, ob man alkoholfreie (Alkohol-)Getränke ernsthaft mögen kann oder ob sie nur alle samt Ersatzbefriedigung einer starken Gewohnheit sind oder nur aus Vernunft getrunken werden (Stichwort Auto).

Mir geht es da so, wie in dieser Serie nicht anders zu erwarten. Für mich ist Erdinger Alkoholfrei quasi eine eigene Gattung. Ein Getränk mit eigener Identität. Kein Bierersatz, denn danach schmeckt es nicht. Was eigenes. Denn alle anderen alkfreien Biere versuchen m.E. krampfhaft nach alkoholhaltigem Bier zu schmecken, was nicht gelingt. Die kann ich nicht ernsthaft genießen. Das “Blaue” jedoch sehr wohl.

Einen weiteren Gipfel stellt dieser sog. “Schwangerensekt” dar. Weiß gar nicht, wie diese Getränkeart heißt. Letztlich kann es ja aber nur dazu dienen, Etwas in der Hand zu halten und sich dabei bestmöglich an das Original, Prosecco oder Schampus, zu erinnern.

Aber wie stets mit Virgin Caipirinha? Also anstatt Cachaça Bionade. Also da kann ich nicht ganz mitreden aber könnte mir vorstellen, dass man das einfach so, ohne Gedanken an Alkohol, genießen könnte. Oder?

Das mal drei ausgewählte Beispiele von Tausend anderen und auch anderen Wahrnehmungen. Wie verhält es sich bei Dir? Würde mich interessieren. Kannst ja mal unten kommentieren.

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Nachtrag und kurze Vorschau darauf, warum 40 Fastentage mehr als 6 Wochen sind:

Wusstet Ihr, dass der Sonntag nicht als Fastentag gilt? Hätte ich doch gestern diesen Impuls verspürt.

Für weitere Information

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